Bemerkenswertes Beispiel der spätmittelalterlichen Bautradition im Goms

Walter Ruppen beschreibt das Wohnhaus aus dem 15. Jahrhundert in «Die Kunstdenkmäler des Kanton Wallis, Band II» als wohlproportioniertes «Heidehüs» mit dem für diese Region des Untergoms charakteristischen «Heidechriz». 1717 renoviert, besitzt das Haus auch einen typischen Specksteinofen aus dem Jahr 1862. Das seit Jahren leerstehende Haus im Gommer Weiler Steinhaus brauchte dringend eine Dachreparatur und eine neue Nutzung, sonst wäre es zerfallen. Die Gemeinde zog sogar schon eine Abbruchverfügung in Erwägung. Der frühere Besitzer des Hauses konnte die dringend nötigen Massnahmen zum Substanzerhalt nicht an die Hand nehmen. Sowohl der Besitzer als auch die Gemeinde und die kantonale Denkmalpflege wünschten sich aber eine sinnvolle Zukunft für das Baudenkmal.

Rettung dank der Stiftung Baustelle Denkmal

Die Stiftung Baustelle Denkmal wurde über die Rote Liste auf das Heidehüs aufmerksam. Sie hat mit dem Besitzer vereinbart, das Gebäude im Baurecht zu übernehmen und in Stand zu stellen. Dabei wird eine möglichst sanfte Renovation angestrebt. Das Haus soll auch in Zukunft einen Einblick in die früheren, einfachen Wohnverhältnisse geben. Im Oktober 2019 wurden dringend nötige Sicherungsarbeiten mit Zivis ausgeführt.

Im Sommer 2020 fand am Heidehüs in Steinhaus ein erster Einsatz für Freiwillige statt. Dabei wurden Teile des historischen Mauerwerks instand gestellt und Bauforschungsarbeiten ausgeführt. Im Sommer 2021 und 2022 wurde das Freiwilligenprojekt erfolgreich fortgesetzt: Während im Juli weiterführende Instandstellungsarbeiten am Mauersockel ausgeführt wurden, standen im August Arbeiten am Strickbau und an der Dachkonstruktion im Fokus: Dank vielen helfenden und hochmotivierten Händen konnte der Dielbaum – ein zentraler Träger – wie anno dazumal von Hand aus einem Rundholz in die richtigen Dimensionen gebracht und schliesslich eingesetzt werden. Weiter wurden von Hand Schindeln aus Gommer Lärche hergestellt.

Kontakt

Stiftung Baustelle Denkmal
info(at)baustelle-denkmal.ch

Wie die Rettung eines solchen Objekts gelingen kann, zeigt das Beispiel des Schnydrighaus bei Naters VS
zum Artikel «Herzstück am Munder Berg»

Eine weitere Erfolgsstory ist die Rettung des Huberhauses in Bellwald VS durch unsere Stiftung Ferien im Baudenkmal:
zum Dossier Huberhaus

In corso / Steinen, SZ

Demolizione di una casa di legno di oltre 700 anni temporaneamente sospesa

Ancora una volta, nell’autunno del 2017, l’Heimatschutz e la sua sezione cantonale hanno preso posizione contro la demolizione di una casa di legno vecchia di 700 anni presso Steinen SZ. L’abbattimento è stato al momento sospeso, ma non ancora del tutto scongiurato.

In corso / Zürich, ZH

Retten wir die Maag-Hallen!

Die Maag-Hallen gehören zum baulichen Erbe des Zürcher Industriequartiers. In einem Konkurrenzverfahren hat sich gezeigt, dass sich der wertvolle Bestand innovativ in ein Innenentwicklungs-Projekt integrieren kann. Der Heimatschutz fordert gemeinsam in einem zivilgesellschaftlichen Bündnis die Eigentümerschaft zu einen Marschhalt auf.

In corso / Basel, BS

Roche-Bauten: Heimatschutz befremdet über Absage des Regierungsrates

Der Regierungsrat Basel-Stadt ist auf den als Verwaltungsrekurs formulierten Antrag des Heimatschutzes, materiell über die Unterschutzstellung der Roche- Bauten 52 und 27 zu entscheiden, nicht eingetreten. Dieser Präsidialbeschlusses befremdet den Basler Heimatschutz. Er sieht dies als Rechtsverweigerung an. Der Heimatschutz ist weiterhin der Meinung, dass ein Denkmalgeschäft von dieser Tragweite und politischen Bedeutung durch die Regierung hätte entschieden werden müssen.  

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